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Kompetenzzentrum Vielfalt
Aktuelles

Dokumentation des Vernetzungstreffens am 16. Juli 2022

Fotos: Kompetenzzentrum Vielfalt Hessen

Beim 3. Vernetzungstreffen der migrantischen Organisationen kamen im Juli in Frankfurt rund 60 Vertreter:innen aus insgesamt 43 Vereinen zusammen. Zum Thema „Dialog und Teilhabe auf Augenhöhe“ hatte das Kompetenzzentrum Vielfalt Migrantenorganisationen in Kooperation mit dem Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration eingeladen. Einführende Vorträge hielten Susanna Steinbach (Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V., Mitglied im Vertreter:innenrat der Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen, Berlin) und Enis Gülegen (Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen - Landesausländerbeirat (agah-LAB).

In den Gesprächsrunden gab es die Möglichkeit, sich konkret über mögliche Formate der Interessenvermittlung für migrantische Organisationen in Hessen auszutauschen, gemeinsame Ideen zu entwickeln, kritisch zu hinterfragen und zu diskutieren.

Foto: Kompetenzzentrum Vielfalt Hessen

In der Gesprächsrunde „Netzwerke bilden innerhalb von migrantischen Organisationen" wurde festgestellt, dass es sowohl Bestrebungen aus den Vereinen als auch von Landesebene und der Politik braucht, um entsprechende Formate und Plattformen der Netzwerkbildung zu implementieren. Als wichtig wurden Synergieeffekte und eine vertrauensvolle Zusammenarbeitet erachtet sowie bessere Zugänge zu Fördermitteln. Auch die ungleichen Voraussetzungen bei den Vereinen hinsichtlich haupt- bzw. ehrenamtlicher Struktur und Ressourcen wurden diskutiert. Das Potential einer gemeinsamen Plattform, die eine Zusammenarbeit ermöglicht, wurde durchgehend als positiv und notwendig betrachtet.

Besonders Wissenstransfer und Austausch wären hilfreich, um Synergieeffekte zu nutzen und neue Lösungsansätze zu entwickeln. Diese Plattform hätte auch eine Strahlkraft, um andere Menschen mit internationaler Biografie zu motivieren, sich zu engagieren. Der Dialog zu ausgewählten Themen mit der „Mehrheitsgesellschaft“ sollte dabei mitgedacht werden.

In der zweiten Gesprächsrunde wurden Ziele, Struktur, Herausforderungen und Potentiale und die Sinnhaftigkeit von partizipativen Diskussionsforen als Form der Interessensvertretung auf Landesebene diskutiert. Dabei stellte sich die Frage, ob es überhaupt einen Bedarf für eine Art „Landeskonferenz“ der migrantischen Organisationen gibt. Die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen (agah) ist bereits eine Interessensvertretung auf Landesebene, erreicht jedoch nicht alle migrantischen Organisationen. Grundsätzlich sollten Zielsetzungen eines partizipativen Diskussionsforums gemeinsam entwickelt und die Mitwirkung aller migrantischen Organisationen gewährleistet werden.

Hier finden Sie die Unterlagen zur Dokumentation des Vernetzungstreffens zum Download:

- "Chancen und Herausforderungen einer solidarischen Interessenvertretung - Erfahrungen der Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen", Susanna Steinbach, Bundesgeschäftsführerin der Türkischen Gemeinde Deutschlands und Mitglied im Vertreter:innenrat der Bundeskonferenz der Migrant:innenorganisationen (BKMO)

- "Erfahrungen der politischen Interessenvertretung in Hessen - Was gibt es bereits?", Enis Gülegen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen - Landesausländerbeirat (agah-LAB)

Die Dokumentation "Dialog und Teilhabe auf Augenhöhe - Netzwerke bilden und Interessen vertreten" steht in kürze hier zum Download zur Verfügung.