Skip to content
Kompetenzzentrum Vielfalt
Aktuelles

Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine - aktualisiert

Auf dieser Seite möchten wir Sie auf die wichtigsten Informationen und rechtliche Regelungen zu den Themen Einreise, Aufenthalt, Unterbringungen und finanzielle Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine hinweisen. Diese Informationen sind vorübergehend, aktuell ändert sich die Lage sehr schnell. Wir geben uns Mühe, die Informationen sorgfältig zusammenzustellen. Jedoch sind Fehler, Ungenauigkeiten oder veraltete Sachstände nicht auszuschließen. Für die Beratung im Einzelfall wenden Sie sich am besten an eine Beratungsstelle vor Ort.


Das Kompetenzzentrum Vielfalt Hessen bietet die Schulungsreihe "Unterstützen beim Ankommen – Qualifizierungsreihe für Integrationslotsinnen und -lotsen sowie Engagierte aus migrantischen Organisationen". Hier geht es zu unserer Terminübersicht und zur Anmeldung.

Stand: 19. Mai 2022

Einreise und Aufenthalt in Deutschland

Die nachfolgenden Informationen sind eine Zusammenstellung von der Webseite HandbookGermany. Es ist ein sehr gutes mehrsprachiges Informationsangebot rund um das Ankommen in Deutschland. Alle Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine finden Sie auch auf Ukrainisch, Russisch und Englisch.


ACHTUNG! Seit dem 14.4.2022 gibt es NEUE REGELUNGEN (Ausführungshinweise des Bundesinnenministeriums).

Brauche ich ein Visum für die Einreise nach Deutschland? Bis wann muss ich einen Antrag für einen Aufenthaltstitel stellen?

ALLE Geflüchtete aus der Ukraine mit ukrainischer Staatsbürgerschaft und Drittstaatsangehörigen* können visumsfrei nach Deutschland einreisen. Der Antrag auf einen Aufenthaltstitel kann in Deutschland gestellt werden. Dafür haben Geflüchtete aus der Ukraine mit ukrainischer Staatsbürgerschaft und Drittstaatsangehörigen* Zeit bis zum 31.08.2022.

*Drittstaatsangehörigen: Menschen, die nicht die Staatsangehörigkeit eines EU-Landes besitzen.


Welche aufenthaltsrechtlichen Möglichkeiten habe ich?

Bis spätestens zum 31.08.2022 haben Sie Zeit und können sich beraten lassen, welche Möglichkeiten Sie für ein langfristiges Aufenthaltsrecht in Deutschland haben. Dies gilt insbesondere für Drittstaatsangehörigen mit befristeten Aufenthaltstitel aus der Ukraine. Es gibt drei Möglichkeiten:

1. Sie beantragen ein längerfristiges Visum. Wenn Sie die Voraussetzungen für ein längerfristiges Visum (z.B. ein Studentenvisum, ein Visum als Fachkraft, Familiennachzug, etc.) erfüllen, können Sie das Visum direkt bei der für Sie zuständigen Ausländerbehörde (an ihrem Wohnort) beantragen.

2. Sie stellen einen Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis nach §24 Aufenthaltsgesetz ("vorübergehender Schutz").

3. Sie stellen einen Asylantrag. Das wird von vielen Expert*innen aktuell nicht empfohlen.


Was bedeutet „vorübergehender Schutz“?

Die Europäische Union hat sich darauf geeinigt, dass Menschen aus der Ukraine unter bestimmten Voraussetzungen einen „vorübergehenden Schutz“ bekommen können. Nach dieser Richtlinie können Personen, die vor dem Krieg aus der Ukraine geflohen sind, schnell und unbürokratisch eine Aufenthaltserlaubnis bekommen. In Deutschland ist es eine Aufenthaltserlaubnis nach §24 Aufenthaltsgesetz.


Wer hat Anspruch auf den §24 Aufenthaltsgesetz?

NEU! Eine Aufenthaltserlaubnis nach §24 AufenthG wird nun für zwei Jahre ausgestellt, sie gilt für folgende Gruppen bis zum 4. März 2024:

  • Menschen mit ukrainischer Staatsbürgerschaft. Diese Personen brauchen dafür nicht unbedingt einen Pass. Ein anderes offizielles Dokument, das Ihre Identität nachweist, sollte ausreichen.
  • Familienangehörige der ersten beiden genannten Personengruppen, auch wenn sie nicht ukrainische Staatsangehörige sind (auch nicht verheiratete dauerhafte Lebenspartner:innen o.ä.).
  • Ukrainische Staatsangehörige, die vor dem 24. Februar eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland hatten oder die zu Besuch in Deutschland waren oder bis zu 90 Tagen vor dem 24. Februar schon geflohen sind.
  • Ukrainer:innen mit Duldung: Wenn der Duldungsgrund entfallen ist und dieser nicht auf Nichtmitwirkung bestanden hat, kann die Aufenthaltserlaubnis erteilt werden. Ansonsten kann eine langfristige Duldung nur mit einer Arbeitserlaubnis erteilt werden.
  • Drittstaatsangehörigen, die vor dem 24. Februar 2022 in der Ukraine internationalen Schutz oder einen gleichwertigen nationalen Schutz genossen haben und aus der Ukraine geflohen sind. Aufgrund der neuen Verordnung des BMI können sich Drittstaatsangehörigen bis zum 31.08.2022 legal in Deutschland aufhalten, damit sie entweder die Rückreise in ihre Herkunftsländer organisieren können oder den weiteren Aufenthalt klären können.
  • Staatenlose, die vor dem 24. Februar 2022 in der Ukraine als Flüchtlinge anerkannt waren oder einen anderen internationalen oder nationalen Schutzstatus hatten.

WICHTIG!
Für diejenigen, die Anspruch auf §24 haben: Beantragen Sie rechtzeitig vor dem 31.08.2022 den Antrag auf Aufenthaltserlaubnis nach §24 AufenthG, denn nur bis zu diesem Datum gilt Ihr visumfreier Aufenthalt. Zuständig ist die Ausländerbehörde an dem Ort, an dem Sie wohnen / registriert sind. Eine frühzeitige Antragsstellung kann für bestimmte Gruppen Vorteile haben. Nachdem Sie den Antrag gestellt haben, bekommen Sie eine sogenannte Fiktionsbescheinigung. Damit haben Sie alle Rechte, die Sie auch mit der Aufenthaltserlaubnis haben werden. Sie können also z.B. arbeiten.

WICHTIG!
Auch folgende Personengruppen können den vorübergehenden Schutz nach §24 unter bestimmten Voraussetzungen bekommen:

  • Nicht-ukrainische Staatsbürger*innen anderer Länder und Staatenlose, die einen befristeten Aufenthaltstitel in der Ukraine hatten, darunter auch Studierende oder Menschen, die in der Ukraine gearbeitet haben und die nicht in der Lage sind, sicher in ihr Herkunftsland zurückzukehren. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie keinen Pass bekommen können, Sie gesundheitlich nicht in der Lage sind zu reisen oder es gar keine Flugverbindung in Ihr Heimatland gibt. Auch die Dauer Ihres Aufenthalts in der Ukraine und ob Sie dort Familie haben oder hatten, spielt eine Rolle. Ob Sie in Ihr Herkunftsland zurückkehren können, entscheidet die Ausländerbehörde. Voraussetzung ist, dass Ihr Aufenthalt in der Ukraine nicht nur vorübergehend war. Sie müssen also eine Aufenthaltserlaubnis für mehr als 90 Tage gehabt haben. Tourist*innen oder Geschäftsreisende sind also nicht einbezogen.
  • Personen, die einen Asylantrag in der Ukraine gestellt haben, über den noch nicht entschieden wurde.
  • Ukrainische Staatsbürger*innen und Personen mit einem dauerhaften Aufenthalt in der Ukraine, die bereits vor dem 24.02.2022 in Deutschland waren und hier einen anderen Aufenthaltstitel (z.B. als Student*in, Fachkraft, etc.) hatten, wenn deren ursprünglicher Aufenthaltstitel nicht verlängert werden kann. Das gilt auch für ukrainische Staatsbürger*innen und Personen mit einem dauerhaften Aufenthalt in der Ukraine, die bis zu 90 Tage vor dem 24.02.2022 als Tourist*innen in Deutschland waren.

Bitte beachten Sie: Ob es noch Änderungen geben wird, ist uns aktuell nicht bekannt. Sie können die Aufenthaltserlaubnis nach §24 AufenthG aber bereits beantragen.

WICHTIG!
Für Drittstaatsangehörigen, die einen befristeten Aufenthalt in der Ukraine hatten: Wenden sie sich an Beratungsstellen, um sich über Ihre Möglichkeiten für ein langfristiges Aufenthaltsrecht in Deutschland beraten zu lassen.

Der hessische Flüchtlingsrat hat auf der Webseite eine Übersicht (interaktive Landkarte) zu wichtigen Beratungsstellen in Hessen erstellt.


Welche Rechte und Pflichten habe ich nach dem §24 Aufenthaltsgesetz?

Mit einer Aufenthaltserlaubnis nach §24 Aufenthaltsgesetz sind folgende Rechte und Pflichten verbunden:

  • Sie müssen kein Asylverfahren durchlaufen, sondern bekommen die Aufenthaltserlaubnis unabhängig von Ihrer individuellen Situation. Sie müssen keine deutschen Sprachkenntnisse oder eigenes Einkommen nachweisen. Sie bekommen eine Aufenthaltserlaubnis für 2 Jahre bis zum 4. März 2024.
  • Ab dem 1. Juni 2022 bekommen Geflüchtete aus der Ukraine mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG Hilfe vom Staat nach dem Sozialgesetzbuch II und XII und nicht mehr über das Asylbewerberleistungsgesetz.
  • Sie dürfen nachträglich Ihre Kernfamilie nach Deutschland holen. Das sind Ehepartner*innen und minderjährige Kinder bzw. Eltern von minderjährigen Kindern. Die üblichen Voraussetzungen (Sicherung des Lebensunterhalts, Passpflicht, etc.) müssen nicht erfüllt sein. Ihre Familie muss auch kein Visum bei der Botschaft beantragen, sondern kann direkt bei der Ausländerbehörde an Ihrem neuen Wohnort in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.
  • Sobald Sie beim Jobcenter registriert sind können Sie kostenlos einen Integrationskurs besuchen.
  • Sie dürfen in Deutschland arbeiten, auch als Selbstständige.
  • Ihre Kinder müssen zur Schule gehen.

Registrierung und Unterbringung

Welche Behörde ist für was zuständig?

  • Ausländerbehörde: Registrierung, Antrag auf Aufenthaltserlaubnis
  • Sozialamt: Antrag auf Asylbewerberleistungsgesetzt (Unterbringung, Gesundheit, Verpflegung, Taschengeld) für all diejenigen, die keinen Anspruch auf Aufenthalt nach §24 haben oder ihn noch nicht beantragt haben.
  • Jobcenter: Antrag auf ALG II, wenn ein Aufenthaltstitel nach §24 erteilt worden ist.
  • Jugendamt: Registrierung für minderjährige unbegleitete Geflüchtete aus der Ukraine, unabhängig von ihrer Staatbürgerschaft
  • Agentur für Arbeit: Zugang zu Förderungen für arbeitssuchend gemeldete Geflüchtete.

Viele Kommunen bieten vor Ort Unterbringungen und zusätzliche Anlaufstellen für Geflüchtete und Unterstützer*innen an.


Wo und wann muss ich mich registrieren?

  • Wenn Sie privat unterkommen und keine dringende finanzielle oder medizinische Hilfe benötigen, sollten Sie sich dennoch bei der Ausländerbehörde registrieren. Sie erhalten dann eine Bescheinigung (Ankunftsnachweis oder Anlaufbescheinigung). Eine Anmeldung bei der Meldebehörde wird dringend empfohlen.
  • Wenn Sie eine Unterkunft, finanzielle oder medizinische Hilfe benötigen, sollten Sie sich sofort registrieren. Das Land Hessen bereitet aktuell alles vor, um ankommende Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehmen zu können.

Was gilt für minderjährige unbegleitete Geflüchtete?

  • Minderjährige, die ohne ihre Eltern in Deutschland sind, müssen sich sofort registrieren. Dies gilt auch, wenn sie mit Verwandten reisen oder bei Verwandten in Deutschland untergekommen sind. Wenden Sie sich direkt an das Jugendamt in ihrer Region.

Quelle: Webseite des Landes Hessen „Hessen hilft Ukraine“

Finanzielle Unterstützung und medizinische Versorgung

Welchen Anspruch habe ich auf finanzielle Unterstützung?

NEU! Ab dem 1. Juni 2022 bekommen Geflüchtete aus der Ukraine mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG oder mit einer Fiktionsbescheinigung Hilfe vom Staat nach dem Sozialgesetzbuch II und XII und nicht mehr über das Asylbewerberleistungsgesetz. Sie bekommen dann etwas mehr Geld und eine normale Krankenversicherung. Für die Auszahlung der Hilfen sind dann die Jobcenter zuständig. Sie bekommen auch mehr Hilfe bei der Integration in den Arbeitsmarkt.
Sie können sich bereits jetzt registrieren und Ihre Anträge einreichen. So hat das Jobcenter Zeit, Ihren Antrag vor Juni zu bearbeiten.

Auf nordherz.info finden Sie die Übersetzung des Hauptantrags und aller wichtigen Anlagen ins Russische. Auf jobcenter-ge.de finden Sie Ausfüllhinweise für alle Anträge auf Ukrainisch. Weitere wichtige Information und Erklärungen zu diesem Thema finden Sie auf Ukrainisch auf arbeitsagentur.de.

WICHTIG! Die Übersetzungen der Anträge helfen Ihnen beim Ausfüllen. Dem Jobcenter müssen Sie die Anträge aber in der deutschen Version geben. Wenn Sie selbst noch nicht gut Deutsch sprechen, sollten Sie Dolmetscher*innen zu Ihren Terminen beim Jobcenter mitbringen.

Das für Sie zuständige Jobcenter finden Sie auf jobcenter-ge.de.

Es besteht eine Übergangszeit von 1-2 Monaten. Damit die Jobcenter Zeit haben, alle Anträge zu bearbeiten. Im Laufe dieser Zeit werden Sie weiterhin finanzielle Unterstützung vom Sozialamt bekommen.

Weitere Informationen über die Hilfen vom Staat, die Sie bekommen können, erhalten Sie auf Ukrainisch auf der Seite arbeitsagentur.de.

WICHTIG! Auch wenn Sie aktuell noch keine Aufenthaltserlaubnis nach §24 AufenthG haben gilt laut Bundesinnenministerium Folgendes: Wenn Sie Hilfen vom Staat (Unterkunft, Essen, medizinische Versorgung) benötigen, haben Sie auch jetzt schon Anspruch darauf. Dazu wenden Sie sich an das Sozialamt in ihrem Wohnort. Sie brauchen wahrscheinlich aber eine Bescheinigung von der Ausländerbehörde über ihre Registrierung.

Wenn Sie Asyl beantragen, werden Sie in einer Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht und dort mit dem Nötigsten versorgt. Außerdem bekommen Sie ein kleines Taschengeld. Ein Asylantrag ist aktuell aber nicht empfehlenswert.

Personen, die sich aktuell visumsfrei in Deutschland aufhalten und keine Aufenthaltserlaubnis nach §24 bekommen können, können bis 31.8.2022 ihres Aufenthalts sogenannte „Überbrückungsleistungen“ nach § 23 Abs. 3 SGB XII bekommen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie kein eigenes Geld haben. Sie können Geld für Essen, Kleidung, Unterkunft, medizinische Notversorgung bekommen. Wenn Sie schwanger sind oder kleine Kinder haben, bekommen Sie zusätzliche Unterstützung. Nach dem Ablauf der ersten drei Monate können Sie finanzielle Hilfen zum Lebensunterhalt, Hilfe bei Krankheit, Hilfe bei Schwangerschaft und Mutterschaft sowie Hilfe zur Pflege nach § 23 Abs. 1 SGB XII. bekommen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie eine Aufenthaltserlaubnis nach § 7 Abs. 1 S. 3 AufenthG haben.

Für alle gilt: Diese Hilfen müssen Sie beim für Sie zuständigen Sozialamt beantragen. Das für Sie zuständige Sozialamt ist das Sozialamt, an dem Ort, an dem Sie sich aufhalten. Auf sozialaemter.com finden Sie eine Liste mit allen Sozialämtern der jeweiligen Bundesländer.


Welchen Anspruch habe ich auf medizinische Versorgung?

Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach §24 oder einer entsprechenden Fiktionsbescheinigung bekommen ab dem 01.06.2022 Finanzielle Unterstützung durch die Jobcenter. Sie haben dann einen vollen Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung. Mehr zum Thema Krankenversicherung erfahren Sie in dem Kapitel „Krankenversicherung“ auf Deutsch, Englisch und Russisch.

Wichtig! Bis dahin haben Personen, die eine Aufenthaltserlaubnis nach §24 AufentG bekommen können, Anspruch auf medizinische Hilfe im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetz. Damit haben Sie nur Anspruch auf eine Grundversorgung. Diese müssen Sie beantragen. Diese Regelung gilt auch für Personen, die einen Asylantrag stellen. Bitte beachten Sie: Sie müssen diese Hilfen beantragen bevor Sie zum Arzt gehen. Das Sozialamt wird Ihnen dann einen sogenannten „Behandlungsschein“ geben.

Mehr zum Thema Behinderung erfahren Sie in unserem Kapitel „Menschen mit Behinderung“.

Mehr zum Thema Pflege erfahren Sie in unserem Kapitel „Pflegebedürftig“.

Wo bekomme ich ärztliche Hilfe, bei einem medizinischen Notfall?

Auch wenn Sie keine Krankenversicherung haben und keinen Asylantrag stellen möchten, haben Sie Anspruch auf medizinische Hilfe im Notfall. Auch ohne eine Krankenversichertenkarte oder Behandlungsschein vom Sozialamt. Wenn Sie an einer akuten Krankheit leiden oder Schmerzen haben, werden die erforderlichen ärztlichen und zahnärztlichen Behandlungen übernommen. Sie haben einen Anspruch auf Übernahme der Kosten nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Wichtig! Es gibt in Deutschland auch Organisation, die Menschen ohne Papiere anonym ärztlich behandeln. Die Hilfe bei diesen Organisationen ist kostenlos. Ihr Aufenthalt wird nicht an das Sozialamt weitergeleitet. Auf der Website gesundheit-ein-menschenrecht.de können Sie nach einer solchen Organisation in Ihrer Nähe suchen. Außerdem können Sie auch auf der Website der Malteser und der Medibüros nach anonymer ärztlicher Hilfe in Ihrer Nähe suchen.


Wo finde ich psychologische Unterstützung?

Bei ipso-care können Sie sich online, anonym und kostenlos von erfahrenen Berater*innen beraten lassen. Die Mitarbeiter*innen dort sprechen unter anderem auch Ukrainisch und Russisch. Die Beratung ist kostenlos.

Auf medflex.de finden Sie außerdem ein Angebot für eine kostenlose Telefonberatung mit Ärzt*innen und Psycholog*innen auf Ukrainisch.

Weiterführende Links

Handbook Germany

Die Webseite Handbook Germany bietet sehr gute Informationen rund um das Thema Ankommen in Deutschland an. Diese Informationen sind in verschiedenen Sprachen erhältlich. Aktuell gibt es eine sehr gute Seite zum Thema „Geflüchtete aus der Ukraine“. Die komplizierten Informationen sind gut leserlich und leicht verständlich.


Webseite des Landes Hessen „Hessen hilft Ukraine“

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht zur aktuellen Situation in Hessen. Dort gibt es eine Übersicht zu den rechtlichen Informationen, Adressen zu den Ausländerbehörden usw..

Hessen bietet auch eine Hotline 0800 / 110 3333 an.


Hessischer Flüchtlingsrat

Die Landesflüchtlingsräte sind unabhängige Vertretungen der in den Bundesländern engagierten Flüchtlingsselbstorganisationen, Unterstützungsgruppen und Solidaritätsinitiativen. Die Landesflüchtlingsräte sind vernetzt und Mitglied in der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge PRO ASYL.

Der Hessische Flüchtlingsrat hat eine Übersicht mit wichtigen Adressen und Anlaufstellen in Hessen für Geflüchtete erstellt.


GGUA

Die Gemeinnützige Gesellschaft für Asylsuchende bietet bundesweit Beratung und Qualifizierung an. Das Team stellt sehr ausführliche und übersichtliche Arbeitsmaterialien auf ihrer Homepage zur Verfügung.


Integration durch Qualifizierung (IQ)

Auf dieser Website des IQ-Netzwerkes Integration durch Qualifizierung finden Sie Antworten auf die aktuellen aufenthaltsrechtlichen Fragen in deutscher, ukrainischer, russischer und englischer Sprache. Hier finden Sie auch Hiweise zum Thema „Arbeiten und Studium".